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15. März 2010
 

Ich kann Kanzler!

 
19. Juni, 21.15 Uhr
Kanzlerwerbung von Daniel Schuster. Quelle: Daniel Schuster
Die Homepage von Daniel Schuster

Aktiv bei Eigenwerbung und Engagement

Die "Kanzler-Kandidaten" unterwegs im Netz

von Nike Harrach

Wer Kanzler werden will, muss heutzutage vor allem eines können: sich selbst vermarkten. Sich omnimedial darzustellen und dabei am besten omnipräsent zu sein, ist mittlerweile fast selbstverständlich - nicht nur für Promis und Politiker, sondern für fast jeden "normalen" Bürger. Das Internet ist dazu eine ideale Plattform, weil jeder dort relativ problemlos mitwirken kann. Auch die ZDF-Kanzler-Kandidaten sind online aktiv.

 
 
 

Einige waren offensichtlich schon länger im Internet unterwegs per Video, Blog oder mit eigener Homepage. Andere sind, nachdem sie die erste Auswahlrunde bei "Ich kann Kanzler!" überstanden haben, zum ersten Mal online zu finden.

Variante Video

Denn wie soll man "Kanzler" werden und um die Zustimmung der Zuschauer werben, wenn einen keiner kennt? Schließlich bestimmen letztlich die Leute vor den Fernsehgeräten, wer das Rennen macht. Da sollte man schon vor der Show die Werbetrommel rühren - vielleicht hilft das auch durch die zweite Bewerbungsrunde Mitte Mai.

 

Infobox

Logo von meinVZ. Quelle: meinVZ
meinVZ

Finalisten bei meinVZ

Die Finalisten von "Ich kann Kanzler" werben auch bei meinVZ und studiVZ um Anhänger. In der "Wahlzentrale" der Social Community sammeln sie bis zur Show am 19. Juni Unterstützer, denn: Jede Stimme zählt, wenn am Ende die Zuschauer entscheiden, wer das Zeug zum Kanzler hat.
"Ich kann Kanzler"-Finalisten bei meinVZ/studiVZ(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster)

 

Viele der Bewerber und ersten 40 Kandidaten haben die "einfache" Variante gewählt und ganz schlicht ihr Video bei youtube eingestellt. Sucht man dort nach "Ich kann Kanzler" hat man etwa 20 Bewerbungsvideo-Treffer. Viele haben aber nicht nur ein Video eingestellt, sondern mehrere. Marc Antoine Schaut (Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) beispielsweise versucht wohl, an seiner "Telegenität" zu arbeiten. "So langsam werden meine Videos besser", schreibt er. Fünf verschiedene gibt es schon von ihm. Übungsplattform youtube?

 

Variante Homepage

Daniel Schuster aus Enger, 20 Jahre alt und mit "kabarettistischen Neigungen", hat sich richtig Mühe gemacht. Eine Homepage hatte er schon, jetzt hat er noch eine - extra auf "Ich kann Kanzler!" zugeschnitten. Unter www.dein-kanzler.de(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) findet man Informationen rund um seine Person, zu seinen Ideen und Visionen, Poster, Interviews, etc. Was macht Daniel, wenn er es nicht in die Endauswahl schafft? Vielleicht mal ganz schnell weitere Internetseiten entwerfen?

 

Auch Jörg Steinert hat eine eigene Homepage. Es klingt, als würde er ganz gut ins Kanzleramt mit diversen Mitarbeitern passen, denn seine Homepage heißt www.hauptstadtteam.de.(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) Nicht ganz so aufwändig wie die Seite seines Mitkandidaten Daniel, aber immerhin eine ganze Rubrik zu "Ich kann Kanzler!". Jörg erläutert dort seine Idee für Deutschland.

Bayaz bloggt. Quelle: Banyal Bayaz
Banyal Bayaz
Bayaz bloggt

Ich blogge, also...

Danyal Bayaz, Doktorand und Journalist aus Heidelberg, gehört zu den Bloggern dieser Welt. Bei "bayaz...bloggt"(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) schreibt er über diverse Themen, die die Welt bewegen: die Wirtschaftskrise, den EU-Beitritt der Türkei, die Umweltpolitik, Barack Obama, und viel mehr. Danyal ist offensichtlich ein politischer Mensch, der gerne seine Ansichten kundtut, aber mit diesen Ansichten auch zum Dialog per Kommentar aufruft. Ein "Kanzler-Kandidat" zum Zuhören und Diskutieren.

 

Antje Krug, mit 31 Jahren schon Mutter von vier Kindern und somit schwer beschäftigt, macht sich trotzdem im und außerhalb des Netzes für das Thema Familie stark. Auf ihrer Seite www.percepta-in-familia.de(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) weist sie auf die Kinderarmut in Deutschland hin - nicht nur auf die finanzielle, sondern auch auf die "Gefühlsarmut". Sie möchte mit ihrem Pilotprojekt "richtungsweisend" für ganz Deutschland "Familie wieder gesellschaftsfähig" machen. Aktive Mutter interaktiv unterwegs.

 

Kani Tuyala ist "indirekt" im Internet zu finden: als deutscher Repräsentant der A24 Media (siehe Friends of modern Africa(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster) ) - es wird als "Afrikas youtube" bezeichnet - oder aber als Autor beim "Globalist", als Gast bei N24, und so weiter. Kani setzt sich gerade auch im Internet besonders für Afrika ein, das Heimatland seines Vaters. Wer aber etwas von ihm wissen will, muss ihn schon googeln. Kein direkter "Wahlkampf" also - aber ein durchaus sehr präsenter.

 
 
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